| BAD KÖNIGSHOFEN, Ortsteil IPTHAUSEN/Unterfranken Gründung: 1920 - Fläche: 3022 qm |
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Der inmitten eines Wohngebietes von Bad Königshofen (Ortsteil Ipthausen) gelegene Friedhof ist von außen als solcher kaum wahrzunehmen. Eingefriedet mit einem Maschendrahtzaun hat sich mittlerweile zusätzlich eine natürliche Heckeneinfriedung entwickelt. Man bekommt den Eindruck, als wolle die Natur diesen Guten Ort vor einer nochmaligen Verletzung schützen, nachdem dieser erst im Jahre 1920 angelegte Friedhof bereits in den Jahren 1921, 1925 und in den dreißiger Jahren geschändet wurde. |
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1904 wurde eine Synagoge eingeweiht. Vor 1920 bestatteten die Juden ihre Verstorbenen in Kleinbardorf. Dann beschlossen sie, um sich die mühevolle Auffahrt zum dortigen Friedhof zu ersparen, eine eigene Begräbnisstätte zu errichten. David Friedmann ließ auf seine Kosten das Gelände mit einer Mauer umgeben. Er sollte auch der erste Verstorbene sein, der auf dem Guten Ort beigesetzt wurde. (Ein Nazi riss diese Mauer ein und verwendete die gewonnenen Steine als Baumaterial für sein neues Haus).2) 1974 errichtete der Landesverband auf dem Friedhof einen Gedenkstein mit folgendem Text: (......)
1920-1942 DEN TOTEN ZUR EHRE UND EWIGER ERINNERUNG AN DIE HIER BESTATTETEN JÜDISCHEN BÜRGER AUS KÖNIGSHOFEN UND UMGEBUNG UND ZUM GEDENKEN DER IN DEN VERNICHTUNGSLAGERN 1933-1945 GRAUSAM HINGEMORDETEN UNS LEBENDEN ZUR MAHNUNG DEN KOMMENDEN GESCHLECHTERN ZUR EINDRINGLICHEN LEHRE (........) 1+2) R. Albert: Geschichten der Juden im Grabfeld |
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