MITGLIEDER
Mitgliederstruktur der jüdischen Gemeinden in Bayern 1989 - 2011

Das schnelle Anwachsen der jüdischen Gemeinden in den 90igern brachte eine Vielzahl von Problemen mit sich. So war der Platzmangel in den Gemeindezentren bereits so ausgeprägt, dass Veranstaltungen oftmals nicht mehr im Gemeindezentrum durchgeführt werden konnten und Räumlichkeiten angemietet werden mussten.
Nötige Neubaumaßnahmen, wie z. B. in München, Bamberg und Würzburg mussten geplant und finanziert werden. Diese Herausforderungen konnten von den hiesigen jüdischen Gemeinden nicht mehr alleine geschultert werden. Deshalb leistete der Freistaat Bayern über die im Staatsvertrag mit dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden eingegangenen Verplichtungen hinaus einen einmaligen finanziellen Beitrag für die Bauvorhaben der jüdischen Gemeinden. Am 4. Oktober 2000 wurden im Ministerratssaal der Staatskanzlei vom Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber, dem damaligen Präsidenten des LV der IKG in Bayern Dr. Dr. Simon Snopkowski sel. A., der Präsidentin der IKG München und Oberbayern Charlotte Knobloch und dem Präsidenten der Israel. Gemeinde Würzburg und Unterfranken Dr. Josef Schuster eine gemeinsame Erklärung zum Finanzierungsbeitrag des Freistaates Bayern für jüdische Gemeindezentren in Bayern unterzeichnet.

Vertragsunterzeichnung in der Bayerischen Staatskanzlei (v.r.n.l.):
Dr. Simon Snopkowski sel. A., Dr. Edmund Stoiber, Charlotte Knobloch, Dr. Josef Schuster