ORGANE

Die Organe des Landesverbandes sind:

Der Landesausschuss mit den Vorsitzenden

Dr. Julius Spanier sel. A., München 1947-1953
RA Siegfried Neuland sel. A., München 1953-1957
Jean Mandel sel. A., Fürth 1957-1974
Hans Rosengold, Regensburg 1975-1976
Julius Spokojny sel. A., Augsburg 1976-1996
Otto Schwerdt, Regensburg 1996-2010
David Kapzan, Landshut seit 2010


Dr. Julius Spanier
RA Siegfried Neuland
Jean Mandel


Hans Rosengold
Julius Spokojny
Otto Schwerdt


Der Landesausschuss ist das oberste Organ des Landesverbandes. Er setzt sich aus den Vertretern der Verbandsgemeinden und aus deren amtierenden Rabbinern. Den Rabbinern steht nur das Recht der Beratung zu. In religiösen Fragen entscheiden die Rabbiner mit. Die Vertreter der Gemeinden für den Landesausschuss werden von der auf demokratischer Grundlage gewählten Gemeindevertretung delegiert. Jede Gemeinde hat das Recht, in den Landesausschuss wie folgt zu entsenden:


Ab 25
bis 200 Mitglieder:
1 Delegierten
Ab 201
bis 500 Mitglieder:
2 Delegierte
Ab 501
bis 1000 Mitglieder:
3 Delegierte
Pro weitere
1000 Mitglieder:
1 Delegierten


Die Gesamtdelegiertenzahl der einzelnen Gemeinden darf jedoch fünf Delegierte nicht überschreiten. Stimmübertragungen auf Delegierte anderer Gemeinden sind nicht zulässig.
Wählbar in den Landesausschuss ist eine Person nur dann, wenn sie das 25. Lebensjahr vollendet hat und wenn sie mindestens einen einjährigen Wohnsitz in Bayern nachweisen kann.
Der Landesausschuss wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Landesausschuss soll zweimal jährlich zusammentreten, muss jedoch mindestens einmal innerhalb eines Geschäftsjahres einberufen werden. Das Präsidium des Verbandes kann jederzeit den Landesausschuss einberufen.


Das Präsidium mit den Präsidenten:

Dr. Philipp Auerbach sel. A., München 1947-1953
Moritz Weinberger sel. A., München 1953-1955
Heinz Meier sel. A., München 1955-1970
Dr. Dr. Simon Snopkowski sel. A., München 1971-2001
Dr. Josef Schuster, Würzburg seit 2002


Dr. Phillipp Auerbach
Moritz Weinberger
Heinz Meier


Dr. Dr. Simon Snopkowski
Dr. Josef Schuster


Das Präsidium des Verbandes setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, zwei stellvertretenden Präsidenten und weiteren vier Präsidiumsmitgliedern. Ein Rabbiner kann zu Präsidiumssitzungen ohne Stimmrecht hinzugezogen werden. Mindestens vier der sieben Präsidiumsmitglieder, einschließlich des Präsidenten, müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Das Präsidium fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Präsidenten den Ausschlag.
Der Präsident oder einer seiner Stellvertreter vertreten den Verband nach außen. Sie führen die Geschäfte des Verbandes.
Der Präsident sowie die zwei stellvertretenden Präsidenten werden vom Landesausschuss in geheimer Wahl in gesonderten Wahlgängen, die übrigen Präsidiumsmitglieder gleichfalls in geheimer Wahl geschlossen in einem Wahlgang für zwei Geschäftsjahre gewählt. Mitglieder des Präsidiums können nicht gleichzeitig Mitglieder des Landesausschusses sein. Jedes Präsidiumsmitglied hat die Pflicht, die Funktion ehrenamtlich auszuüben.


Die Steuerverbandsvertretung

Der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern ist Steuerverband. Es steht ihm das Besteuerungsrecht gegenüber den in Bayern wohnenden israelitischen Steuerpflichtigen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu. Die Vertretung des Steuerverbandes besteht aus dem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden und drei weiteren Mitgliedern. Sie werden von dem Landesausschuss auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Gleichzeitig sind zwei Ersatzleute zu wählen, die bei Verhinderung oder Ausscheiden eines Mitglieds an die Stelle des ausgeschiedenen treten.

Der Vertretung des Steuerverbandes obliegt:
- Die Verwaltung der Bekenntnisumlagen (Bekenntnissteuer, -lohnsteuer und
–grundsteuer)
- Die Entscheidung über Einsprüche, wobei sie diese Obliegenheit aufden
Leiter des Steueramtes des israelitischen Bekenntnisses übertragen kann.
Der Geschäftsführer des Landesverbandes ist zugleich Leiter des
Steueramtes.

Bronze Relief mit betenden Juden in der Synagoge.
Nach einem Gemälde aus dem Jahr 1878 des polnischen Malers Moritz Gottlieb (1856-1878), im Museum von Tel Aviv.




Der Prüfungs- und Revisionsausschuss

Der Landesausschuss wählt aus seiner Mitte für die Dauer von zwei Jahren eine Prüfungsausschuss, der aus drei Mitgliedern und zwei Ersatzmitgliedern besteht.

Dem Prüfungsausschuss obliegt die Prüfung des Kassen- und Rechnungswesen des Landesverbandes sowie die Tätigkeitsberichterstattung gegenüber der jährlichen Landesausschusstagung.


Das Landesschiedsgericht

Der Verband errichtet ein Landesschiedsgericht, Zusammensetzung und Verfahren bestimmt die Schiedsgerichtsordnung des Verbandes, die Bestandteil der Satzung ist. Dem Schiedsgericht obliegt die Entscheidung von:

- Streitigkeiten zwischen Gemeinde und ihren Mitgliedern über den Vollzug
der Satzungen und deren Auslegung
- Streitigkeiten zwischen Gemeinden untereinander und in ihrem Verhältnis
zumVerband
- Beschwerden über Auflösungen von Gemeinden
- Wahlstreitigkeiten in den Gemeinden
- Streitigkeiten zwischen der Gemeinde, dem Rabbiner, den Angestellten in
gemeindlichen Angelegenheiten auf Anruf eines Beteiligten.
- In anderen Fällen bei Einigung der Beteiligten über die Zuständigkeit des
Schiedsgerichts mit Zustimmung des Präsidiums des Verbandes.